Wow, es ist bereits Halbzeit und ich komme kaum zum posten...
Schule: Der Proficiency Kurs ist sehr anspruchsvoll und trotz allen Bemühungen unserer beiden Lehrer Tony und Dave nicht immer sooooo motivierend. Daher bin ich heute auch lieber dem surf-forecast gefolgt und währenddem Laurence am Strand "crèpe" spielte (wohl die französische Version von "am strand brötle") hatte ich meine Freude im Wasser. Ah, ich wollte über die Schule sprechen... Kommenden Freitag ist "culture-day" und da werden jeweils alle Studenten eines Landes eine kleine Performance darbieten und natürlich darf auch das Essen nicht fehlen. Wir (50) Schweizer mühen uns ab, Cervelat und Schoggi aufzutreiben und werden im Ensemble "es buurebüebli" singen... glaubt mir, das war NICHT meine Idee aber wir werden wohl nicht drumrumkommen, ein richtig typisches Bild der Schweiz zu vermitteln! Jauchz! =)
Leute: So langsam sind wir hier ein recht lustiges Grüppli von Swiss Girls, Koreans, Japanese, Spanish, German und was sich sonst noch so zu uns gesellt... Ich wäre wohl nie fähig, in einem koreanischen Restaurants das Richtige zu bestellen, aber zum Glück stehen jeweils plötzlich lauter leckere Sachen auf dem Tisch inkl. kaltem Sake, der natürlich nicht fehlen darf und durch den sogar die zurückhaltendsten Asiaten supergesprächig werden. Das Sydney nightlife habe ich bis jetzt nicht so extrem erkundigt, da wir eher Frühaufsteher sind und endlich mal unseren Teint aufbessern wollen (we want to go "crèpping" (frei nach Laurence)).
Ausflüge: Da mein Surfboard in Manly untergestellt ist, ist dies auch mein meistbesuchter Strand (meine Ausgaben für die Fähre sind horrend, es ist krass, was Öv hier kosten!). Die northern Beaches haben wir auch ein bisschen abgeklappert, darunter Palm Beach und Newport Beach. Um dort hinzukommen muss man eine 1.5h lange aber sehr schöne Busfahrt auf sich nehmen, was wir für ein paar Stunden am Beach natürlich gerne machen. Auch Bondi Beach habe ich an einem eher stürmischen Nachmittag mit meiner Kamera aufgesucht und werde wohl auch mal mein Brett dorthinschleppen und versuchen, Carlos (mein Surfstudent N°4) in den Wellen nicht zu verlieren. Natürlich zoomen wir auch in der City herum und orientieren uns meistens an Fotospots (Fabienne und ihre neue Kamera) oder French Bakeries (Laurence und ihr unersättlicher Hunger nach pain au chocolat) oder Surf-whatever (ich...). Nächstes Wochenende werden Fabienne und ich mal Melbourne abchecken und in 3 Wochen gehts dann nach Byron Bay surfen (tja, da müssen wir einfach 2 Tage schwänzen, damit es sich lohnt).
Surfing: super Hoch-Gefühl und übelste Nose-dives wechseln sich ab, aber ich höre nicht auf zu kämpfen und habe Spass daran. Mühsam ist, dass das Wasser immernoch einen Neopren voraussetzt (= mega Geschleppe und mein Badezimmer riecht immer schön nach Neopren) und dass der Transport von meinem Board nicht sehr zu Freuden anderer Fahrgäste geschieht. Darum lasse ich es auch immer in Manly und nehme es höchst selten auf eine Irrfahrt durch die City. ich freue mich aber darauf, nach dem Proficiency endlich wieder mal jeden Tag in die Wellen zu können, um wirklich auch mal Fortschritte zu machen.
Nach anfänglichem nicht-so-wirklich-sicher-sein-was-ich-denken-soll gefällt mir Sydney mittlerweile sehr gut. Der Sommer steht auch vor der Tür, was besser zu dieser easy-going Stadt passt als kühle Temperaturen. Was meine Pläne für nächstes Jahr angeht, hatte ich mit einigen drawbacks zu kämpfen und bin auch jetzt noch dran. Aber gewisse Sachen brauchen ihre Zeit und ich bin einfach happy, hier zu sein.
p.s. für "Alltagskommentare" - Bildtitel lesen =)